Audio-Logo – so klingen Unternehmen

Marken müssen für den Konsumenten erlebbar sein, damit sie aus der Masse hervorstechen – und das funktioniert nur, wenn sie ihn über mehr als einen Sinn ansprechen. Daher setzen immer mehr Unternehmen auf ein Audio-Logo – wir erklären Ihnen im folgenden Artikel, was sich hinter dem Begriff verbirgt und wie Sie so ein Audio-Logo für Ihr Unternehmen nutzen.

Wenn es um die Identität, die Wirkung oder das Image einer Marke geht, dann ist häufig nur von visuellen Elementen die Rede: Farben, Formen, das Zusammenspiel verschiedener grafischer Teile eines Logos und Ähnliches mehr. Das ist aber deutlich zu kurz gegriffen, denn die Augen mögen zwar das wichtigste Sinnesorgan des Menschen sein, aber das Gehör spielt eine fast ebenso wichtige Rolle. Geräusche, Stimmen und vor allem Musik können Emotionen erzeugen und den Zuhörer auf diese Weise sehr schnell erreichen. Das lässt sich natürlich auch im Marketing ausnutzen – aber nur die wenigsten Unternehmen tun das.

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, was es mit dem Audio-Logo und dem Überbegriff der „akustischen Markenführung“ auf sich hat, welche Wirkung sich damit erzielen lässt und worauf Sie beim Einsatz achten müssen.

 

Akustische Markenführung … was ist das denn?

Unter dem Begriff „akustische Markenführung“ werden sämtliche Massnahmen zusammengefasst, die Marken oder Bestandteile von Marken hörbar machen sollen. Alternativ sind zudem die Bezeichnungen „Audio Branding“, „Sound Branding“ und „Acoustic Branding“ üblich – und hier zeigt sich gleich ein erstes Problem der akustischen Markenführung, denn leider haben sich in diesem Bereich kaum einheitliche Begriffe etabliert. Während in der Fachsprache zum Beispiel Audio Branding bevorzugt wird, kommt in der unternehmerischen Praxis eher die Bezeichnung „Sound Branding“ zum Einsatz.

Dieser Umstand hat sicherlich dazu beigetragen, dass die akustische neben der visuellen Markenführung eher ein Schattendasein fristet – allerdings völlig zu Unrecht. Bevor es um die Vorteile der akustischen Markenführung gehen soll, lohnt es sich aber daher, einige Begriffe zu erklären, um mögliche Unklarheiten auszuräumen.

Das Audio-Logo, auch Soundlogo oder Hörmarke genannt, ist ein zentrales Element bei der akustischen Markenführung. Es handelt sich um die akustische Entsprechung des visuellen Firmenlogos. In der Regel ist es eine kurze Melodie von ein oder zwei Takten Länge, es kann aber auch ein gesprochener Text oder nur ein Geräusch sein. Es soll die Essenz, das Wesen der Marke auf akustische Weise erlebbar machen. Davon abzugrenzen ist der Jingle, bei dem es sich zwar in der Regel ebenfalls um eine kurze Melodie handelt, über die aber normalerweise ein Text mit einer Werbebotschaft gesungen wird. Ist ein Jingle etabliert, kann er jedoch auch ohne Text verwendet werden. Das Markenlied ist die „Weiterentwicklung“ des Jingles – hierbei handelt es sich um ein ganzes Lied, das wichtige Markeninhalte transportieren soll. Dabei werden entweder Eigenkompositionen oder bereits populäre Lieder verwendet – Letztere meist mit abgewandeltem Text.

Unter dem Begriff „Markenstimme“ versteht man den konsequenten Einsatz eines Sprechers für sämtliche Marketing-Aktivitäten. Hierfür ist allerdings ein Sprecher mit einer markanten Stimme nötig, da sonst der Wiedererkennungswert zu gering ist. Da die exklusive Verpflichtung eines Sprechers zudem recht kostenintensiv ist, werden Markenstimmen nur relativ selten eingesetzt. Als „Soundscape“ wird der Einsatz einer Klangumgebung bezeichnet, die bestimmte Emotionen wecken soll. So könnten beispielsweise Strand- oder Waldgeräusche in Geschäften oder auf Messen verwendet werden, um eine beruhigende und entspannende Atmosphäre zu schaffen.

 

Ein Audio-Logo – braucht man so etwas?

Nun da die Begrifflichkeiten geklärt sind, können wir auf die Vorteile eines Audio-Logos eingehen – denn Sie fragen sich bestimmt, ob es sich wirklich lohnt, ein Audio-Logo für Ihre Firma zu entwickeln. Die Antwort auf diese Frage ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich, generell lässt sich aber sagen: Die Bedeutung akustischer Inhalte nimmt dank der Digitalisierung immer mehr zu. Ob TV-Spots, Werbung in Online-Videos oder Podcasts – es gibt kaum noch Kanäle, bei denen das akustische Element nicht eine wichtige Rolle spielt. Hinzu kommt, dass die Sprachsteuerung einen immer grösseren Stellenwert einnimmt – ob Alexa oder Siri, die Technik spricht mit dem Benutzer und schafft so weitere Audio-Touchpoints. Zudem haben akustische gegenüber visuellen Reizen einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich praktisch nicht ausblenden und sie erregen sehr schnell Emotionen – oder anders gesagt: Die Augen kann man schliessen, die Ohren nicht.

Allerdings sollten Sie ein Audio-Logo nicht als Alternative zu einem traditionellen Logo und visuellen Markenbotschaften sehen, sondern vielmehr als eine Ergänzung dazu. Es geht darum, den Konsumenten über alle Sinne anzusprechen, denn so lässt er sich viel leichter emotional erreichen. Das ist gleich in doppelter Hinsicht hilfreich, denn zum einen führen die akustischen Reize dazu, dass die Werbebotschaft besser im Gedächtnis bleibt, und zum anderen sorgen Gefühle für eine engere Markenbindung.

Audio-Logos sind also dazu geeignet, das Profil einer Marke im immerwährenden Kampf um die Aufmerksamkeit des Konsumenten zu schärfen. Sie sprechen Bereiche im Stammhirn an, die Emotionen wecken, und helfen der Marke so, aus der Masse hervorzustechen. Dementsprechend ist ein Audio-Logo auch für praktisch jedes Unternehmen zu empfehlen – ganz besonders aber für solche, die in einem harten Konkurrenzkampf mit Mitbewerbern stehen.

 

Was macht ein gutes Audio-Logo aus?

Ein Audio-Logo ist für die meisten Firmen also sinnvoll – aber wie „sieht“ ein gutes Audio-Logo aus? Nun, wie ein visuelles Logo auch, muss es kurz und prägnant sein und die wichtigsten Eigenschaften der Marke transportieren. Die ersten beiden Kriterien – kurz und prägnant – lassen sich noch relativ einfach umsetzen, da sie recht konkret sind. In der Regel ist eine kurze Melodie die beste Wahl. Sie sollte eingängig sein und aus nicht mehr als zehn bis fünfzehn Noten bestehen.

Beim letzten Kriterium, der Vermittlung der Markeneigenschaften, wird es schon etwas schwieriger, denn hier geht es vor allem um die Emotionen, die mit dem Audio-Logo geweckt werden sollen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich im Vorfeld überlegen, was Ihre Marke beziehungsweise Ihre Firma ausmacht und für welche Werte sie steht. Denn nur wenn Sie davon eine klare Vorstellung haben, werden Sie in der Lage sein, ein Audio-Logo zu entwickeln, das wirklich zu Ihrer Marke passt.

 

Bekannte Audio-Logos

Um Ihnen eine Vorstellung davon zu verschaffen, was für eine Wirkung ein gutes Audio-Logo entfalten kann, haben wir einmal zwei Beispiel aus der Schweiz herausgesucht. Da wäre zum einen der Detailhändler Migros, der sein Audio-Logo bereits seit vielen Jahren verwendet. Es hat einen derart hohen Wiedererkennungswert, dass die meisten Schweizer es wohl auch mit verbundenen Augen sofort erkennen würden. Zudem transportiert es eine gewisse Leichtigkeit und eine familiäre Atmosphäre, die Nähe zum Kunden suggeriert. Genauso sieht es beim Audio-Logo der  Swisscom aus, das einen ähnlich hohen Wiedererkennungswert und auch eine ähnliche Wirkung wie das Audio-Logo der Migros hat.

Ebenfalls einprägsam und weltweit bekannt sind Audio Logos von internationalen Technologieunternehmen, wie zum Beispiel jenes von Intel, die beim Aufstarten des Laptops ertönt oder die Melodie von Nokia, die seit den glorreichen 90er-Jahren im Gedächtnis verankert ist.

 

Fazit

Ein Audio-Logo kann helfen, das Image einer Marke zu schärfen und eine engere Bindung zum Kunden aufzubauen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Audio-Logo zur Marke passt und die richtigen Emotionen transportiert, die der Kunde mit der Marke verbinden soll. Wird es in Verbindung mit klassischen visuellen Werbemitteln eingesetzt, kann es deren Wirkung deutlich steigern, da der Kunde auf verschiedenen Ebenen angesprochen wird, und so entscheidend zum Erfolg der Marke beitragen.

 

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