Erobert Augmented Reality das Marketing?

Erobert Augmented Reality das Marketing?

Mittwoch, 6. Juli 2016: Das Spiel Pokémon Go wird über den Google Play Store und im App Store in den USA, Australien und Neuseeland veröffentlicht. Donnerstag, 7. Juli 2016: Bereits einen Tag später ist Pokémon Go das umsatzstärkste Spiel im App Store dieser drei Länder.

Aufgrund des grossen Ansturms entstanden Serverprobleme und Überlastungen. Das Spiel musste wegen der grossen Nachfrage für den internationalen Start schrittweise in den einzelnen Ländern eingeführt werden.

Wer erinnert sich nicht an den vergangenen Sommer, als Pokémon-Go-Spielerinnen und -Spieler wie Zombies mit gesenktem Blicken auf ihre Smartphones durch die Gassen der Städte gingen. Überall waren sie. Die Ursache für diesen Hype: „Augmented Reality“.

Nachdem sich die Ansammlungen von Pokémon-Go-Spielern aus den Stadtbildern verflüchtigt haben, stellt sich uns die Frage: War Augmented Reality nur ein vorübergehender Trend oder Zukunftsmusik? Und findet Augmented Reality im Marketing in naher Zukunft Einzug? Diesen Fragen gehen wir im folgenden Artikel auf den Grund.  Erfahren Sie hier mehr zu dieser Thematik sowie zur Anwendung von Augmented Reality im Marketing.

 

Was versteht man eigentlich unter „Augmented Reality“?

Mit Augmented Reality wird die Anreicherung der analogen Welt durch digitale Mittel beschrieben. Das bedeutet, dass die wirkliche Welt nicht ersetzt, sondern über ein Gerät um einzelne virtuelle Elemente erweitert wird – im Fall des Games Pokémon Go sind das die Pokémons.

Beispiel: Ging man, mit Blick durch das Smartphone, die Bahnhofstrasse entlang, konnte man neben den realen Geschäften auch kleine Pokémon-Kreaturen durch die Einkaufsmeile gehen sehen.

Nicht zu verwechseln mit Augmented Reality ist die Virtual Reality: Dabei taucht der Benutzer – beispielsweise mithilfe einer VR-Brille – in eine komplett fiktive Welt ein.

Azuma definiert die Charakteristiken der erweiterten Realität folgendermassen:

  • Augmented Reality kombiniert Reales und Virtuelles,
  • Interaktivität erfolgt in Echtzeit,
  • reale und virtuelle Elemente stehen in 3D zueinander in Bezug.

Mithilfe der zusätzlichen virtuellen Objekte in der realen Welt wird die sensorische Wahrnehmung einer Person bereichert. Mittels Augmented Reality kann eine Person also mehr sehen resp. wahrnehmen als andere.

 

Die Anwendungsbereiche

Es gibt kaum einen Bereich des Alltags, in welchem man sich keine Anwendung von Augmented Reality vorstellen kann. Im Folgenden werden einige Bereiche aufgegriffen und näher beschrieben. Die Auflistung gilt jedoch nicht als abgeschlossen oder allumfassend.

 

Entertainment und Augmented Reality

Augmented Reality im Entertainment-Bereich ist wohl das bekannteste Anwendungsgebiet dieser neuartigen Technik. Das zu Beginn bereits thematisierte Spiel Pokémon Go wird mit dem Smartphone oder Tablet gespielt. Die User fangen damit virtuelle Wesen, die Pokémons, die sich an realen Orten aufhalten. Anschliessend werden die Pokémons trainiert, entwickelt und in virtuelle Kämpfe mit anderen Pokémons geschickt. Die Standortdaten eines Spielers werden mittels GPS ermittelt. Anschliessend wird er auf einer virtuellen Landkarte positioniert, die auf dem Kartenmaterial von Google Maps basiert.

 

Augmented Reality in der Freizeit

Vor einer Sightseeing-Tour musste man früher als Erstes eine Touristeninformation aufsuchen und einen Stadtführer erwerben. Heute nutzt man dazu das Smartphone. Über eine App können mittels der Kamera des Smartphones interessante Gebäude oder Orte registriert werden. Die Informationen dazu erscheinen sofort auf dem Display. Auch Auskünfte bezüglich in der Nähe befindlichen Restaurants, Hotels o.Ä. sind im Nu via Smartphone abrufbar.

 

Die Anwendung von Augmented Reality in Technik und Medizin

Der Einsatz in technischen Bereichen ist ebenfalls denkbar. Handwerker könnten sich so mithilfe von Augmented Reality beispielsweise den Verlauf von Kabelschächten oder Rohrleitungen in realen Gebäuden anzeigen lassen.
Auch in der Medizin findet Augmented Reality ihren Einsatz in der Operationsplanung oder direkt im Verlauf von Eingriffen selbst.

Der Anwendung von Augmented Rality im Marketing soll hier etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Lesen Sie mehr dazu im nächsten Abschnitt.

 

Augmented Reality im Marketing mit Beispielen aus der Praxis

Auch das Marketing hat Augmented Reality für sich entdeckt. Da es sich dabei um eine neuartige Technik handelt, gewinnt man dank dem „WOW-Effekt“ rasch die Aufmerksamkeit der Zielgruppe. Auch sind die AR-Anwendugen meist interaktiv, was ein grosses Involvement der User zur Folge hat. Die Inhalte werden dabei nicht nur passiv konsumiert, viel mehr gestaltet der Benutzer den Content selbst mit.

Manche Marketer entwickeln dazu selbst eine App oder aber sie benutzen im Rahmen einer Kampagne bestehende Apps resp. Techniken.

 

Augmented Reality Marketing mit eigener App

Hersteller können beispielsweise ihre (potentiellen) Kunden mit einer App unterstützen, indem sie ihnen im E-Commerce-Bereich eine Möglichkeit bieten, ein Produkt in 3D zu betrachten.

Beispiel Lego
2014 hat das Unternehmen Augmented Reality mithilfe einer App für die Produktpräsentation im Katalog genutzt. Bei Lego Techniksets kann man beispielsweise die verschiedenen Modellvarianten mit ihren jeweiligen Funktionen betrachten, die aus dem einem Set zusammengebaut werden können. Das Ganze wird mit Animation und Sound präsentiert. Diese Präsentationsart wurde neben der individuellen Anwendung auch in einigen Shops verwendet, um die Produkte darzustellen.

Beispiel IKEA
Auch IKEA hat im Zusammenhang mit einem neuen Katalog eine App herausgebracht, die es ermöglicht, virtuelle Möbelstücke frei in einem realen Raum zu platzieren.

 

Augmented Reality Marketing mit bestehenden Anwendungen

Es gibt auch Beispiele, in denen Marketer nicht selbst eine App entwickelt haben, sondern bestehende Augmented-Reality-Anwendungen für ihre Kampagnen nutzen. Einmal mehr führt uns das zur Gaming-App Pokémon Go.

Beispiel Pokémon Go
Im Game müssen die Spieler die Pokémons in ihrer Umgebung sammeln. Dabei können sie einen Köder erwerben, um die virtuellen Wesen anzulocken. Während 30 Minuten tauchen dann die Pokémons dort auf, wo der Spieler eben diesen Köder eingesetzt hat.
Eine Pizzeria machte sich genau diesen Mechanismus zu Nutze: Der Geschäftsführer hat zehn Dollar für einen Köder im Spiel investiert und siehe da, der Umsatz seines Restaurant stieg um 30 Prozent.

Beispiel Filmpromotion „Suicide Squad“
DC Extended Universe hat 2016 zur Promotion ihres neuen Films „Suicide Squad“ (die Verfilmung des gleichnamigen Comics) mit Snapchat zusammengearbeitet. Mithilfe eines Filters konnten so die User selbst in die Rollen der Film-Charaktere schlüpfen.

Beispiel Ford
Ford hat zu Beginn dieses Jahres zur Promotion des Ford Kuga zusammen mit einer Augmented-Reality-Firma einen sogenannten Magic Mirror am HB in Zürich aufgestellt. Die Passanten sahen sich darin wieder, allerdings mit zusätzlichen Elementen in der Bahnhofshalle wie Schnee und einem Ford Kuga.

 

Augmented Reality Marketing auf unterschiedlichen Devices

Augmented Reality Marketing ist nicht nur via Smarphones möglich. Obschon sie AR salonfähig gemacht haben, gibt es eine Vielzahl anderer Möglichkeiten Augmented Reality für eine Marketing-Kampagne zu nutzen. Man unterscheidet dabei folgende drei Kategorien:

  • Stationäre AR-Systeme
    Mit stationären Systemen sind fix eingerichtete Displays gemeint wie beispielsweise der Magic Mirror aus obigem Beispiel „Ford“. Marketer können mit stationären Anwendungen die Kaufentscheide potentieller Kunden direkt am Point-of-Sale beeinflussen. Auch an anderen Orten wie beispielsweise Messen, wo die Aufmerksamkeit der Besucher hart umkämpft ist, ist ein stationäres AR-System ein Hingucker und sticht aus der Masse hervor.
  • Mobile AR-Systeme
    Die mobilen Systeme hingegen – wie der Name schon sagt – zeichnen sich durch die Nutzung unterwegs aus. Meistens handelt es sich hierbei um Apps, die der Benutzer auf sein eigenes Smartphone laden kann.
  • Wearables
    Zu Wearables zählen Smartwatches, Datenbrillen und smarte Kontaktlinsen. Ihre Kombination mit Augmented Reality bietet viele vorstellbare Einsatzmöglichkeiten, ist allerdings oftmals technisch noch nicht ausgereift.

 

Ein Blick in die Zukunft

Im Rahmen der Studie Deutscher Markenreport 2017 wurden rund 120 Marken- und Marketingverantwortliche aus führenden Unternehmen in Deutschland befragt. Drei Viertel der Experten erwarten zukünftig einen hohen bis extrem hohen Einfluss von Virtual und Augmented Reality auf unsere Mediennutzung. Weitere zwei Drittel sagen einen grossen bis sehr grossen Einfluss auf unser Kauf- und Konsumverhalten voraus. Diese Entwicklung wird sich ebenfalls auf das Marketing auswirken.

„Die Technologien werden verändern, wie Menschen mit Menschen und Marken kommunizieren und interagieren.“ Heiko Dertinger, Geschäftsführer Brandoffice

 

Fazit

Die Technik rund um Augmeted Reality sowie deren Anwendung in unserem Alltag steht noch in ihren Anfängen. Eins ist allerdings klar: Dabei handelt es sich nicht nur um einen vorübergehenden Trend. Es ist eine Frage der Zeit, bis Augmented-Reality-Anwendungen einen fixen Platz in unserem Alltag einnehmen werden.

 

Swiss Direct Marketing – Creating Response

Wünschen Sie sich mehr Response auf Ihre Marketing-Kampagnen?

Die Swiss Direct Marketing AG entwickelt und realisiert Direct Marketing Kampagnen mit überdurchschnittlichem Response, weil die Empfänger ihre Responsemöglichkeit individuell wählen. Je nach Vorliebe kommunizieren sie via Mobile, Desktop oder physischer Antwortkarte.

Gerne zeigen wir Ihnen, wie wir mit Multichannel Direct Marketing auch Ihren Kampagnenerfolg optimieren.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Blog abonnieren