Voice Search und der Einfluss auf SEO und SEA

Voice Search wird immer mehr zu einer Alternative für die klassische Suchanfrage per Texteingabe. Die Technik ist für Nutzer sehr bequem – stellt SEO-Verantwortliche aber vor neue Fragen und Herausforderungen. Wir verraten Ihnen, worauf es bei der Sprachsuche ankommt und wie Sie sich in diesem Bereich gut positionieren.

„Siri, wie wird das Wetter morgen?“, diese Frage haben vermutlich schon die meisten Nutzer eines Apple-Smartphones einmal gestellt. Und sie ist sinnbildhaft für einen Trend, der dank der immer grösseren Verbreitung von Smartphones, Tablets und Smart Speaker mehr und mehr an Fahrt aufnimmt: die Nutzung von Voice Search. Statt eine Frage mühsam einzutippen, wird sie einfach ausgesprochen und das Gerät übernimmt den Rest. Für den Anwender ist das wunderbar einfach und unkompliziert – aber was bedeutet Voice Search für SEO? Müssen Unternehmen ihren Online-Auftritt nun komplett überdenken? Wie wirkt sich Voice Search auf SEA-Massnahmen aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um dieses Thema erwarten Sie im folgenden Artikel.

 

Was ist Voice Search?

Zunächst ist es sinnvoll zu klären, was Voice Search ist, bevor wir uns näher mit den Auswirkungen auf SEO und SEA befassen. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um sprachgesteuerte Suchanfragen. Der Nutzer tippt seine Anfrage also nicht mehr ein, sondern spricht sie nur aus und bekommt dann die Suchergebnisse geliefert. Vorreiter in diesem Bereich war Apple mit dem Sprachassistenten Siri, der bereits seit dem Modell 4s standardmässig auf dem iPhone installiert ist. Mittlerweile haben die grossen Konkurrenten Amazon, Google und Microsoft aber schon längst nachgezogen, und neben Smartphones lassen sich auch Smart Speaker, Computer, Tablets, Navigationsgeräte und vieles mehr über Sprachbefehle steuern.

Da die Sprachsteuerung für den Nutzer sehr bequem ist, erfreut sie sich wachsender Beliebtheit, und Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird. Bereits jetzt nutzt gut die Hälfte aller Smartphone-Anwender die Sprachsteuerung für Suchanfragen und weitere Funktionen – und etwa 70 Prozent dieser Nutzer sind mit der Sprachsteuerung und den Ergebnissen von Voice Search zufrieden (Quelle: Stone Temple Consulting). Hinzu kommt, dass der Voice Search zunehmend etwas Alltägliches wird, das die Leute nicht nur zuhause „im stillen Kämmerlein“, sondern auch ganz selbstverständlich in der Öffentlichkeit verwenden. Es ist daher absehbar, dass Voice Search für SEO eine immer grössere Rolle spielen wird und die sollte man nicht ignorieren.

 

Wozu wird Voice Search genutzt?

Wenn Sie Voice Search in Ihre SEO-Strategie einbeziehen wollen, dann müssen Sie wissen, wann und wofür die Nutzer die Sprachsuche verwenden. In der Regel kommt die Sprachsteuerung immer dann zum Einsatz, wenn die Bedienung des Geräts per Hand zu umständlich ist – also vor allem, wenn der Nutzer gerade unterwegs ist. Mit der Sprachsteuerung wird dann Musik abgespielt, ein Kontakt angerufen oder es wird eine Frage gestellt. Häufig sind das Wissensfragen, die sich zum Beispiel im Verlauf eines Gesprächs mit einem Freund ergeben, aber es gibt auch Anfragen, die für SEO-Verantwortliche von grossem Interesse sind: Wegbeschreibungen, Unternehmensinformationen und Shopping-Anfragen. Und genau hier können Sie mit Ihrer SEO-Strategie ansetzen, um den Nutzern die Informationen und Inhalte zu bieten, die sie suchen. Die Frage ist nur: Wie schaffen Sie das?

 

Voice Search – was gilt es bei SEO und SEA zu beachten?

Beim Thema SEO und Voice Search sollten Sie insbesondere auf das Nutzerverhalten achten. Derzeit wird die Sprachsuche vor allem dafür verwendet, sich Orientierung zu verschaffen – oft lokal begrenzt. Der Nutzer könnte also beispielsweise das nächste Bekleidungs- oder Elektronikfachgeschäft suchen oder einen Laden, in dem er ein gesuchtes Produkt findet. Die häufigsten Anfragen beziehen sich daher auf Wegbeschreibungen und Unternehmensinformationen wie etwa Adresse oder Öffnungszeiten. Hinzu kommen Anfragen zum Online-Shopping – wie beispielsweise: “Alexa, füge einen USB-Stick mit 10 GB zum Warenkorb hinzu.”

Wollen Sie bei der Sprachsuche gut abschneiden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihre Seite grundlegende Informationen zu Ihrem Unternehmen bietet, also die Adresse, die Öffnungszeiten und Ähnliches. Prüfen Sie ausserdem, welchen Sprachassistenten Ihre Kunden vornehmlich verwenden, denn nicht alle Sprachassistenten nutzen dieselbe Suchmaschine. Während Google Assistant und Siri (Apple) auf die Google-Suche setzen, arbeiten Alexa (Amazon) und Cortana (Microsoft) mit Bing. Entsprechend sollten Sie Ihre Massnahmen auf die Suchmaschine ausrichten, die am häufigsten für Sie relevante Suchanfragen verarbeitet.

Darüber hinaus müssen Sie beachten, dass sich die Anfragen selbst durch Voice Search verändern. Sie werden länger und klingen natürlicher, zudem haben die Anfragen, wie bereits erwähnt, oftmals einen lokalen Bezug.

Der Bereich SEA ist im Moment noch schwierig mit Voice Search zu vereinen. Amazon verfolgt mit Alexa und der Anbindung an den Amazon-Shop bereits eine klare Strategie, die allerdings nur auf die eigene Plattform ausgerichtet ist. Bei Google ist hingegen noch keine eindeutige Strategie auszumachen. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich Paid Content bei der Sprachsuche sehr natürlich in die Antworten einfügen muss, damit er nicht als störend empfunden wird – die inhaltlichen Anforderungen an die Werbung steigen also deutlich.

 

Tipps für SEO-Content

Wie also lassen sich die Erkenntnisse aus dem vorherigen Absatz praktisch umsetzen? Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie Ihre Zielgruppe kennen und so viele Nutzerfragen herausfinden wie möglich. Denn nur wenn Sie wissen, wer sucht und was gesucht wird, können Sie die Inhalte Ihrer Seite so gestalten, dass sie für Voice Search die passenden Antworten enthalten.

Achten Sie ausserdem darauf, wichtige Fragen bereits in der Überschrift und in den Meta-Informationen zu berücksichtigen. Eine gute Strukturierung des Contents, etwa mit H2- bis H5-Überschriften, hilft ebenfalls, Ihre Inhalte besser für den Voice Search zugänglich zu machen. Das von Google angekündigte Datenelement „Speakable“ dürfte für die Suchmaschinenoptimierung auf die Sprachsuche ebenfalls eine wertvolle Hilfe sein. Eine FAQ-Seite, auf der die wichtigsten Fragen zu Ihrem Unternehmen, Ihren Leistungen und Ihrem Angebot geklärt werden, ist für Voice Search eine wahre „Fundgrube“ an Informationen und daher ebenso unbedingt empfehlenswert. Achten Sie zudem darauf, die Einträge bei Google My Business, Bing und Yelp zu Ihrem Unternehmen zu prüfen, gegebenenfalls zu korrigieren und stets auf dem aktuellen Stand zu halten.

In Sachen Keywords sollten Sie vor allem auf Longtail-Keywords setzen, denn diese entsprechend sehr viel mehr dem natürlichen Sprachgebrauch und damit auch den Anfragen, die über Voice Search gestellt werden. Darüber hinaus sind die sprachlichen Anforderungen an einen Text sehr viel höher, wenn dieser dem Nutzer vorgelesen wird. Hochwertiger Content mit Mehrwert ist bei Voice Search daher noch sehr viel mehr ein Muss als bei „normalen“ Suchanfragen.

 

Fazit

Voice Search mag die normalen Suchanfragen noch nicht abgelöst haben, es handelt sich aber definitiv um einen Bereich mit enormem Wachstum, der dementsprechend auch für das Marketing von grossem Interesse ist. Da viele der Massnahmen sowohl Voice-Search-SEO also auch der normalen Suchmaschinenoptimierung zugutekommen, lohnt es sich, diesen Bereich in die SEO-Strategie einzubeziehen, da Sie auf diese Weise sofort profitieren und sich zugleich auf die zukünftige Entwicklung vorbereiten.

 

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