Was man über den Clubhouse-Hype wissen sollte

Die sozialen Medien haben einen neuen Shootingstar: Clubhouse. Die Audio-App macht vieles anders als die anderen Social Apps – aber macht sie es auch besser? Wir zeigen Ihnen, was hinter dem Hype steckt und ob es sich lohnt, Clubhouse im Auge zu behalten.

Social Media ist für die meisten Menschen ein ganz normaler Teil ihres Alltags geworden – sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Kaum ein Unternehmen hat nicht zumindest eine Facebook-Seite, und Social Apps wie Instagram und Twitter sind für viele eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Dabei scheinen die grundlegenden Funktionen und Abläufe wie posten, folgen, kommentieren, liken fest und schon fast unumstösslich zu sein. Aber nun mischt eine neue Social App den Markt gehörig auf und sorgt mit einem neuen Konzept für mächtig Wirbel: Clubhouse. Kein Wunder, dass dadurch eine ganze Menge Fragen aufkommen: Was verbirgt sich hinter dem Namen? Was macht die Clubhouse-App anders? Und vor allem: Ist Clubhouse nur ein Hype oder steckt mehr dahinter? Hier finden Sie Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Thema.

 

Was ist Clubhouse?

Clubhouse ist eine Social App, die allerdings nicht wie bei anderen Apps üblich auf Bilder und Textbeiträge setzt, sondern ausschliesslich auf direkte Gespräche zwischen Nutzern. Zu diesem Zweck gibt es „Räume“, die die Nutzer spontan zu den verschiedensten Themen erstellen können. Diese Räume werden anderen Nutzern angezeigt, die einem Raum dann als Zuhörer oder aktiver Teilnehmer beitreten können. Die App ist also eine Art Mischung aus Audio-Konferenz und Podcast.

Clubhouse erschien im März 2020 und wird von Alpha Exploration vertrieben. Die Köpfe hinter dem Unternehmen und der App sind die beiden Firmengründer Paul Davison und Rohan Seth. Offiziell befindet sich Clubhouse noch in der Beta-Phase und ist nur für iOS erhältlich, eine Android-Version soll aber folgen. Angesichts dieser Einschränkungen ist es allerdings umso erstaunlicher, dass Clubhouse so einen Hype ausgelöst hat – aber dazu später mehr.

 

Was macht Clubhouse besonders?

Der wohl grösste Unterschied zu anderen Social Apps besteht darin, dass Clubhouse ausschliesslich auf Audio, also auf direkte Gespräche zwischen den Nutzern setzt. Das ermöglicht einen völlig anderen Austausch und verändert die Nutzererfahrung grundlegend. Einige Experten gehen sogar so weit zu sagen, dass Clubhouse die erste „echte“ Social App ist, da Gespräche im Vergleich zum Schreiben eine viel stärkere soziale Komponente beinhalten. In jedem Fall ist es aber so, dass der Austausch unkomplizierter und unmittelbarer erfolgt. Zudem ist das Risiko von Missverständnissen geringer und der Umgang miteinander in der Regel gesitteter, da die Gesprächspartner durch die Stimme ihre Anonymität verlieren.

 

Wie funktioniert Clubhouse?

Die Funktionsweise der Clubhouse-App ist denkbar einfach: Ist der Nutzer angemeldet, sieht er eine Reihe von Räumen mit unterschiedlichen Gesprächsthemen. Diesen kann er durch einfaches Antippen beitreten – entweder als Zuhörer oder als aktiver Teilnehmer. Standardmässig betritt man einen Raum allerdings zunächst einmal als Zuhörer, im Anschluss kann man sich dann beim Moderator als Sprecher anmelden. Dieser entscheidet, wer sich aktiv am Gespräch beteiligen darf und kann gegebenenfalls Sprecher auch wieder das Rederecht entziehen.

Räume erstellen kann jeder Nutzer, wobei Titel und Beschreibung sich nachträglich nicht mehr ändern lassen. So soll sichergestellt werden, dass die Nutzer stets wissen, auf was für eine Art von Gespräch sie sich beim Eintritt in einen Raum einlassen.

 

Wieso ist ein solcher Hype um Clubhouse entstanden?

Angesichts der Tatsache, dass es inzwischen Alternativen zu Clubhouse gibt, stellt sich natürlich die Frage, weshalb gerade diese App so in den Fokus gerückt ist. Der Hauptgrund dafür dürfte das clevere Marketing-Konzept der Entwickler sein, das sie geschickt mit der Testphase der App verknüpft haben. Die Clubhouse-App ist zwar kostenlos im App Store verfügbar, es kann sie aber nicht jeder benutzen.

Um sich bei Clubhouse anmelden zu können, muss man von einem anderen Nutzer eingeladen worden sein. Offiziell begründet wurde dieser Schritt damit, dass sich die App noch in der Betaphase befindet – diese Exklusivität hat aber vor allem einen unglaublichen Hype befeuert. Hinzu kam, dass Prominente wie Paris Hilton, Oprah Winfrey und Elon Musk medienwirksam als Nutzer der App aufgetreten sind. Das führte zu einem regelrechten Sturm auf die App, sodass ihr Wert bei gerade einmal 1500 Nutzern schon mit 100 Millionen Dollar geschätzt wurde. Diese Tatsache zeigt, mit welcher Wucht Clubhouse auf dem Social-Media-Markt eingeschlagen ist.

Zwar gab es durchaus auch negative Stimmen, die die Exklusivität der Clubhouse-App als elitär und nutzerfeindlich bezeichneten, aber letztlich sorgte das nur für noch mehr Aufmerksamkeit und befeuerte den Hype weiter.

Die Firmengründer haben inzwischen angekündigt, das Clubhouse in der Zukunft frei zugänglich sein soll. Wann dieser Schritt kommt, haben die beiden allerdings bewusst offen gelassen und so ihr Marketing-Konzept konsequent weitergeführt. Ob sich der Hype aber in dauerhaften Erfolg überführen lässt, muss sich noch zeigen.

 

Für wen ist Clubhouse?

Grundsätzlich ist die App natürlich für jeden interessant, der sich gerne direkt mit anderen über ein bestimmtes Thema austauschen möchte. Der bisherige Fokus der Clubhouse-Betreiber auf Experten und Fachleute macht die App aber zum idealen Medium für gehaltvolle Gespräche, die allen Teilnehmern einen Mehrwert liefern. Sollte Clubhouse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, ist die App ausserdem eine tolle Möglichkeit für Community- und Thought-Leader, sich mit ihren Anhängern auszutauschen.

 

Negative Aspekte

Wie heisst es so schön: „Wo Licht ist, da ist auch Schatten.“ Das gilt auch für Clubhouse, denn abseits der Begrenzung der Nutzerzahl durch das Einladungsmodell gibt es durchaus einige weitere Punkte, die man kritisieren kann. Zum einen muss man, um weitere Personen einladen zu können, der App Zugriff auf die Kontaktliste im Smartphone geben – aus der dann sogenannte „Schattenprofile“ erstellt werden. Das ist hinsichtlich des Datenschutzes zumindest fragwürdig. Zudem greift der Betreiber bisher nicht aktiv moderierend in das Geschehen ein. Zwar gibt es inzwischen die Möglichkeit, Nutzer zu melden, die gegen die Nutzungsregeln verstossen, ob das aber ausreicht, um Hass und Hetze – in anderen sozialen Netzen ja ein bekanntes Problem – zu verhindern, muss sich erst noch zeigen.

 

Fazit

Clubhouse hat mit seinem neuen Ansatz definitiv den Social-Media-Markt aufgewirbelt. Ob sich das Konzept langfristig durchsetzen kann, lässt sich jetzt kaum vorhersagen, das Potential dazu hat es aufgrund der stärkeren sozialen Komponente aber auf jeden Fall – ein Gespräch hat eben etwas viel Persönlicheres als ein Post oder ein Like.

 

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