Mit dem Card Sorting lässt sich die optimale Struktur einer Website ermitteln – wir zeigen Ihnen, wie das geht und worauf Sie dabei achten müssen.

Card Sorting – bessere User Experience auf Ihrer Website

Die Website eines Unternehmens kann helfen, den Kontakt zu Kunden herzustellen und so die Kundenbindung zu stärken. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Seite auch den Erwartungen der Kunden entspricht – und Card Sorting kann Ihnen helfen, genau das zu erreichen.

Die Website ist für viele Unternehmen das Aushängeschild, denn sie bietet auf vielfältige Weise die Chance, mit Kunden und Partnern in Kontakt zu treten. Ob Informationen zu neuen Produkten und Angeboten, Umfragen, Tipps und Anleitungen, Antworten auf häufig gestellte Fragen oder ein umfangreicher Webshop – die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt. Allerdings stellt sich gerade bei komplex aufgebauten Seiten die Frage, wie sich diese sinnvoll strukturieren lassen, sodass der Nutzer auch tatsächlich das findet, was er sucht. Denn die User Experience spielt eine entscheidende Rolle dabei, ob eine Website erfolgreich funktioniert oder nicht.

Eine Option, den optimalen Aufbau zu ermitteln, ist es, eine Card Sorting für die Website durchzuführen. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Und in welchen Situationen lässt sich das Card Sorting sinnvoll einsetzen? Wir verraten es Ihnen!

 

Was ist Card Sorting?

Unter „Card Sorting“ versteht man eine Methode, mit der eine Navigationsstruktur entwickelt werden kann, die gleichermassen logisch wie benutzerfreundlich ist. Dazu werden einer repräsentativen Gruppe von Nutzern Karten ausgehändigt, auf denen die verschiedenen Menüpunkte vermerkt sind. Die Nutzer sollen diese Punkte dann entweder eigenen oder zuvor festgelegten Kategorien zuordnen und so eine Menüstruktur entwickeln.

Dieses Verfahren lässt sich sowohl online mit digitalen Karten als auch offline mit realen Karten durchführen und kann ein- oder mehrstufig aufgebaut sein – Letzteres ist sinnvoll, um beispielsweise besonders komplexe Strukturen abbilden zu können, die die Nutzer in einem einstufigen Verfahren überfordern würden. Darüber hinaus können die Nutzer die Gelegenheit bekommen, alternative Bezeichnungen für bestimmte Punkte vorzuschlagen, um die User Experience noch weiter zu verbessern.

Da die Methode sehr offen gehalten ist, eignet sie sich nicht nur, um die Struktur einer Website zu ermitteln, sondern auch für die Gliederung von Software-Menüs, FAQs und Ähnlichem.

 

Welche Vorteile hat das Card Sorting?

Eine Menüstruktur für eine komplexe Website lässt sich natürlich ohne Weiteres auch am „Reissbrett“ entwerfen – allerdings ist es dann mehr als fraglich, ob diese Struktur auch den Erwartungen und Bedürfnissen der Nutzer entspricht. Die Benutzerfreundlichkeit und die User Experience spielen aber eine Rolle dabei, ob ein Angebot tatsächlich genutzt wird oder nicht. Denn selbst die hochwertigsten Inhalte bringen nichts, wenn sie hinter einer Mauer aus schlechter Nutzbarkeit „versteckt“ sind.

Aus diesem Grund ist das Card Sorting eine sehr effektive Methode, die Struktur einer Website benutzerfreundlich zu gestalten, denn die Nutzer sind bei der Erstellung der Struktur direkt eingebunden. Aufgrund der verschiedenen Verfahrensweisen können Sie zudem bestimmen, wie weit die Nutzer in die Gestaltung eingebunden werden sollen. So kann das Card Sorting dazu dienen, einzelne Punkte in bereits bestehende Kategorien einzusortieren, oder es kann dazu genutzt werden, ganz neue Kategorien zu schaffen.

Darüber hinaus ist das Card Sorting in der Durchführung denkbar einfach und ausserdem sehr kostengünstig – insbesondere, wenn Sie sich für die Online-Variante entscheiden.

 

Welche Fragen lassen sich mit dem Card Sorting beantworten?

Das Card Sorting dient vornehmlich dazu, die Menüstruktur einer Website zu bestimmen – aber es leistet darüber hinaus noch mehr. Eine der wohl wichtigsten Fragen, die diese Methode beantworten kann, ist folgende: Sind die gewählten Kategorien für die Nutzer verständlich? Bei der Erstellung einer Seite mag es logisch erscheinen, FAQ und andere Hilfestellungen für den Nutzer unter der Kategorie „Support“ zusammenzufassen – aber ist das auch für den Grossteil der Nutzer verständlich? Mit dem Card Sorting lassen sich sehr schnell mögliche Probleme beim Wording identifizieren und im Anschluss korrigieren.

Ähnlich sieht es bei der Anordnung der einzelnen Menüpunkte aus. Um die Website für den Nutzer attraktiv zu machen, muss sich die Navigationsstruktur an seinen Vorstellungen orientieren. Fällt die Einteilung zum Beispiel zu grob oder zu kleinteilig aus, ist das verwirrend und schreckt Nutzer im Zweifelsfall ab. Das Card Sorting hilft auch in diesem Fall, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und im Vorfeld zu beheben.

 

Wie funktioniert das Card Sorting?

Um ein Card Sorting durchführen zu können, ist zunächst einmal eine repräsentative Gruppe von Nutzern erforderlich. Das können zum Beispiel Kunden, aber auch Mitarbeiter des Unternehmens sein, die nicht weiter in die Erstellung der Website involviert sind. Entscheidend ist vor allem, dass die Gruppe ein möglichst exaktes Abbild der späteren Zielgruppe ist. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, sollte die Gruppe etwa 15 Personen umfassen – gegebenenfalls sind aber auch ein Dutzend Teilnehmer ausreichend. Weitere Personen erschweren dagegen die Durchführung und tragen nur unwesentlich zur Genauigkeit der Ergebnisse bei.

Neben den Teilnehmern ist noch ein Moderator erforderlich, der die Gruppe anleitet, die Karten mit den zu sortierenden Begriffen verteilt und mögliche Fragen beantwortet. Er selbst nimmt aber nicht an der Kategorisierung teil und sollte sich daher möglichst neutral verhalten. Darüber hinaus sind für das Card Sorting nur ein Tisch und etwas Zeit nötig.

Beim offenen Card Sorting teilen die Nutzer die Karten zunächst in Gruppen ein, für die sie im Anschluss Namen beziehungsweise Bezeichnungen festlegen. Hier sind die Nutzer also besonders stark in die Ausarbeitung der Struktur eingebunden, da sie im Grunde nicht nur die Einteilung sondern auch die Kategorien selbst bestimmen. Beim geschlossenen Card Sorting sind die Kategorien dagegen schon vorgegebenen, die Nutzer teilen die Karten hier also nur zu. Welche der beiden Varianten jeweils geeignet ist, hängt natürlich von den Voraussetzungen und der Zielsetzung ab. Gibt es bereits eine bestehende Struktur, ist das geschlossene Card Sorting die bessere Wahl. Soll die Struktur dagegen vollkommen neu gestaltet werden – wie z.B. bei einem Website Relaunch – , ist das offene Card Sorting ideal.

 

Welche Stärken und Schwächen hat das Card Sorting?

Das Card Sorting ist eine sehr einfache Methode, für die nur wenige Probanden nötig sind und die auch ansonsten nur relativ geringen Aufwand erfordert. Zudem liefert sie einen aussagekräftigen Einblick in die Vorstellungen der Probanden und erlaubt somit eine Optimierung der User Experience entsprechend der Bedürfnisse der Nutzer.

Insbesondere die „Offline-Variante“ liefert durch Fragen und Anmerkungen der Teilnehmer sowie Beobachtungen des Moderators wertvolle Daten – die die Auswertung allerdings auch deutlich aufwändiger machen. Wird das Card Sorting dagegen online durchgeführt, ist die Auswertung sehr viel einfacher, dafür gehen aber auch Beobachtungen zum Verhalten der Nutzer verloren.

 

Fazit

Das Card Sorting ist eine unkomplizierte Möglichkeit, die Struktur einer Website oder etwas Ähnlichem an den Vorstellungen und Bedürfnissen der Nutzer auszurichten. Dank verschiedener Varianten bei der Durchführung lassen sich zudem bestimmte organisatorische oder technische Voraussetzungen einbeziehen, sodass sich ohne viel Aufwand die jeweils optimale Lösung ermitteln lässt.

 

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